Runde Betonstruktur im Bau auf grüner Wiese, umgeben von Bäumen und Gebäuden.
WBV vergrößert Wasservorrat

Mehr Wasserspeicher für heiße Tage

Versorgungssicherheit mit Trinkwasser auch in Zukunft

Mohrkirch | Der Klimawandel ist spürbar. Wasser wird immer mehr zu einem kostbaren Gut, das jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen muss. Dieser Herausforderung sieht sich auch der Wasserbeschaffungsverband Mittelangeln im Mohrkircher Ortsteil Spenting ausgesetzt.

In zwei großen Wasserbehältern im Wasserwerk Spenting lagern drei Millionen Liter sauberes Trinkwasser. Eine Menge, die in normalen Zeiten täglich von 15.000 Menschen in 17 Gemeinden verbraucht wird. In den heißen Tagen im Mai und August des vergangenen Jahres ist der Tagesverbrauch auf fünf Millionen Liter angewachsen. Die Gründe sind für Verbandsvorsteher Hans Nikolaus Vogt unterschiedlich und reichen vom vermehrten duschen bis zur Gartenbewässerung. Auch die Zahl der Abnehmer ist in zehn Jahren um Eintausend auf 5700 gestiegen.

Kosten: 800.000 Euro

Dass wir heiße Tage und auch niederschlagsarme Zeiten bekommen, ist für Vogt unbestritten und ein Grund tätig zu werden. Hinzu kommt eine Aufforderung des Bundesamtes für Katastrophenschutz, die Wassersicherung zu gewährleisten. Für den Wasserbeschaffungsverband Mittelangeln heißt das ein zusätzlicher Reinwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1700 Kubikmetern Wasser zu bauen. Der Bund bezuschusst den 800.000 Euro teuren Neubau mit 160.000 Euro. Die Platte ist bereits gegossen. Eine besondere Betonmischung, die in einem Guss eingearbeitet werden muss, bildet später die Behälterwand.

Der Wassermeister beruhigt. Wasser gibt es genug und wird aus fünf Brunnen gefördert. „Im Jahr holen die Pumpen 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser aus einer 120 Meter tiefen Wasser führenden Schicht aus dem Norwegisch-schwedischen Grenzgebiet“, ergänzt Vogt und lächelt verschmitzt, denn er kennt die Aussagen der dörflichen „Experten“, die immer davon sprechen, dass Spentinger Wasser werde von einem Gletscher aus Norwegen gespeist.

Starke Wasserader

Auf der Karte definiert Vogt das wirkliche Wassereinzugsgebiet. Es reicht von den Mohrkircher Ortsteilen Norwegen/Schweden bis nach Spenting. Eine sehr starke Wasserader, die hier verläuft, haben Wasserexperten festgestellt, die vor vier Jahren einen weiteren Brunnen gebohrt haben. Durch die geologische Beschaffenheit ist das Wasser frei von allen Schadstoffen, muss also im Wasserwerk nicht nachbehandelt werden. Lediglich der hohe Eisen- und Mangangehalt wird raus gefiltert. Es handelt sich ausschließlich um Niederschlagswasser. Ein Tropfen Wasser sickert im Jahr um einen Meter ins Erdreich.

„Der neue Reinwasserbehälter ist ein großer Schritt zur Versorgungssicherheit“, unterstreicht Verbandsvorsteher Vogt und ergänzt, dass der Wasserpreis trotz der Investition stabil bleibt.

– Quelle: https://www.shz.de/33054117 ©2021

Fragen und Antworten

Gut zu wissen! In unserem FAQ-Bereich beantworten wir häufig gestellte Fragen zur Wasserversorgung, zu technischen Themen und zum Verband. Schauen Sie einfach rein. Sollten noch Fragen offen bleiben, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.

Übersicht aller Fragen

Für die Neuverlegung, Umlegung oder sonstige Änderung ist der WBV zuständig. Der Grundeigentümer muss hierfür an den WBV einen Antrag stellen (Formulare können hier als PDF-Datei heruntergeladen werden).


Der Härtegrad unseres Trinkwassers liegt bei 14.

Was bedeutet der Härtegrad:
Einstufung °dH

  • 1 (weich) bis 7,3
  • 2 (mittel) 7,3 bis 14
  • 3 (hart) 14 bis 21,3
  • 4 (sehr hart) über 21,3

Weiches Wasser ist günstiger für alle Anwendungen, bei denen das Wasser erhitzt wird, zum Waschen, zum Gießen von Zimmerpflanzen etc. Nachteilig sind jedoch die starke Schaumbildung bei Waschmitteln und die schlechte Entfernbarkeit von Seife z. B. beim Händewaschen. Weiches Wasser steht in Kristallin-Regionen mit Granit, Gneis und Basalt-Gesteinen zur Verfügung. Auch Regenwasser ist weich.

Hartes Wasser führt zur Verkalkung von Haushaltsgeräten, erhöht den Verbrauch von Spül- und Waschmitteln, beeinträchtigt oder fördert, je nach dem Maß der Härte, den Geschmack und das Aussehen empfindlicher Speisen und Getränke (z. B. Tee). Hartes Wasser kommt aus Regionen, in denen Sand- und Kalkgesteine vorherrschen.

Der Geschiebemergel oder Till ist das Sediment, das direkt vom Gletscher an seiner Basis abgelagert wird. Er ist das typische Sediment der Grundmoräne. Aus dem Geschiebemergel/Geschiebelehm entstehen im Allgemeinen Braunerden, Lessivés oder verwandte Böden. Sie sind meist fruchtbar und für die Landwirtschaft wertvoll. Deshalb werden die meisten Grundmoränenflächen in Mitteleuropa heute als Acker genutzt.

Die Trinkwasserverordnung (Abk. TrinkwV 2001) wurde in Deutschland  zuletzt am 20. Juni 2023, BGBl . 2023 Nr 159 S.2 novelliert.
Beide Trinkwasserverordnungen stellen eine Umsetzung der EG-Richtlinie 83/98 (CELEX Nr: 398L0083) „über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ (98/83/EG) in nationales Recht dar.

In § 1 der dt. TrinkwV heißt es konkretisierend: „Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit […] zu schützen.“
Quelle: Wikipedia

Der Hausanschluss wird vom Bauherrn beantragt. Die Unterlagen dafür erhalten Sie im Büro des Wasserbeschaffungsverbandes Mittelangeln (Spenting 10, 24405 Mohrkirch) oder auf der Internetseite des Verbandes (www.wbv-mittelangeln.de). Auf Wunsch werden Sie Ihnen auch zugeschickt. Bitte bedenken Sie, dass die Herstellung und Inbetriebnahme des Anschlusses auch von den jeweiligen Versorgungsmöglichkeiten abhängt. Mit unterschiedlichen Ausführungszeiten ist daher zu rechnen. Ersparen Sie sich und Ihrem Wasserbeschaffungsverband unnötigen Terminärger und stellen Sie den Antrag so rechtzeitig wie möglich.

Die Anlage des Abnehmers beginnt gleich nach der Übergabestelle der Anschlussleitung, das heißt in der Regel nach dem Ausgangsventil hinter der Wasseruhr. Ab diesem Punkt trägt der Hauseigentümer, nicht der Besitzer oder Mieter, für den WBV die volle Verantwortung.

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