Richtig haushalten mit Trinkwasser

Trockenheit bringt Wasserwerk an die Grenzen

Helfen Sie Wasser zu sparen! – Unser Trinkwasser wird knapp: Das können Sie jetzt tun

Die aktuelle Dürreperiode beeinträchtigt unsere Versorgung mit Trinkwasser. Gleichzeitig ist der Wasserbedarf in Privathaushalten und in der Landwirtschaft auf einem Höchststand. Problematisch ist dabei der unnötige Wasserverbrauch. Rasensprenger, Swimmingpools, und mehr stellen in dieser Zeit eine Vergeudung des überaus wichtigen Lebensmittels dar. Damit wir auch in Zukunft sauberes, hochwertiges Trinkwasser genießen können, ist die Mithilfe eines jeden einzelnen gefragt. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie selbst gegen den Wassermangel tun können.

    • Wasserwerk am Anschlag: Dürre und hoher Verbrauch belasten Versorgung
    • Wasser ist Leben – bewahren wir es!
    • Top 10 Tipps zum Wassersparen für Privatpersonen
    • Top 8 Tipps zum Wassersparen für Unternehmen, Vereine & öffentliche Einrichtungen

Wasserwerk am Anschlag: Dürre und hoher Verbrauch belasten Versorgung

Den Gemeinden im Verbreitungsgebiet des WBV Mittelangeln droht Wasserengpass in der Versorgung und im Feuerlöschfall. Die langen Hitzeperioden und die insgesamt höheren Temperaturen des aktuellen Jahres belasten die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser – und das nicht nur in unserer Region. Die Kommunen in ganz Deutschland sorgen sich um die Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig warnen sie vor unnötigem Wasserverbrauch. Dieser ist, sowohl in der Landwirtschaft als auch in Privathaushalten, drastisch angestiegen.

Dieses Problem ist für uns kein neues. Bereits seit drei Jahren kämpfen wir damit, die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten. Ein weiterer Wasserspeicher wurde bereits angeschafft, unser Werk läuft mit vier Pumpen, statt wie zuvor mit zwei, auf Hochtouren. Normalerweise muss es ein Tagesvolumen von drei Millionen Litern bedienen, aktuell sind es jedoch rund 5 Millionen Liter. Ein Zustand, der sich nur für begrenzte Zeit aufrechterhalten lässt. Denn ist der Wasserstand im Werk zu gering, saugen sich die Pumpen mit Luft voll. Das Wasserwerk schaltet sich aus Sicherheitsgründen automatisch ab.

Wasser ist Leben – bewahren wir es!

Trinkwasser ist ein Lebensmittel, das nicht unendlich verfügbar ist. Wir alle müssen verantwortungsvoll und rücksichtsvoll damit umgehen. Durch die globale Erderwärmung ist auch in Zukunft mit heißen, sehr trocknen Sommern zu rechnen. Um eine kontinuierliche Trinkwasserversorgung im aktuellen Maß zu gewährleisten, müssten in absehbarer Zeit erweiterte Werke her. In Planung ist im unserem Fall eine Erweiterung der Filterkapazität des WBV Mittelangeln. Das würde jedoch steigende Wasserpreise bedeuten. Zudem handelt es sich dabei nicht um eine schnelle Lösung, die uns in der aktuellen Situation hilft.

Damit wir auch in Zukunft einfach den Wasserhahn aufdrehen und frisches, nach höchsten Standards aufbereitetes Trinkwasser genießen können, bitten wir daher um Ihre aktive Mithilfe. Jede Privatperson und jedes Unternehmen können dazu beitragen, die Auswirkungen der Dürre zu reduzieren. Das ist nicht nur für uns Menschen wichtig, sondern auch für die Tiere und die Umwelt. Nachfolgend haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie Ihren persönlichen Wasserverbrauch reduzieren können.

Top 10 Tipps zum Wassersparen für Privatpersonen

Rasensprenger ausschalten. Dadurch sparen Sie pro Stunde ca. 800 Liter Trinkwasser.
Garten nur nachts, frühmorgens oder abends gießen. Tagsüber verdunstet das zu Wasser schnell.
Garten mit Regenwasser bewässern. Stellen Sie eine Regenwassertonne auf.
Geschirrspüler & Waschmaschine nur vollbeladen einschalten. So laufen sie seltener.
Duschen statt Vollbad nehmen. Damit sparen Sie bis zu 50 % an Wasser.
Spar-Duschkopf installieren & Duschzeit auf maximal 10 Minuten reduzieren. Pro Minute werden 12-15 Liter verbraucht.
Beim Zähneputzen den Hahn abstellen Ersparnis von vielen Litern möglich.
Durchflussbegrenzer in Küche & Bad montieren. Reduziert die durchlaufende Wassermenge um bis zu 60 %.
Swimmingpool abdecken & nur nachts befüllen. Das reduziert die Verdunstung.
Auto in der Waschanlage waschen, statt selbst zuhause. Große Trinkwasserersparnis.

Top 8 Tipps zum Wassersparen für Unternehmen, Vereine & öffentliche Einrichtungen

Pflanzen nur nachts, abends oder frühmorgens gießen. Gilt für Landwirtschaft, Parks, Rasenflächen, Vereinsanlagen etc.
Intelligente Bewässerungssysteme nutzen. Punktgenaue Bewässerung spart Ressourcen.
Pflanzen mit geringem Wasserverbrauch einsetzen. Informieren Sie sich über geeignete, standortgerechte Pflanzen.
Trockene Feuerwehrübungen durchführen. Die Trinkwasserversorgung steht im Vordergrund.
Wasserleitungen regelmäßig prüfen. Undichte Rohre vergeuden Trinkwasser.
Veraltete Sanitäranlagen gegen neue austauschen. Sie sparen bis zu 75 % Wasser.
Nicht-Trinkwasser verwenden. Überall, wo hygienisch und wirtschaftlich möglich.
Warmwasser nur bei echtem Bedarf bereitstellen. Zum Beispiel in Küchen und Waschräumen.

Lassen Sie uns gemeinsam anpacken und Rücksicht aufeinander nehmen! Zusammen können wir dafür sorgen, dass auch in Zukunft unser gutes Trinkwasser zuverlässig aus dem Hahn fließt. Zudem schützen wir so die Natur und die Tiere, die ebenfalls unter dem heißer werdenden Klima leiden. Jeder kann und sollte seinen Beitrag dazu leisten.

Vielen Dank!

Fragen und Antworten

Gut zu wissen! In unserem FAQ-Bereich beantworten wir häufig gestellte Fragen zur Wasserversorgung, zu technischen Themen und zum Verband. Schauen Sie einfach rein. Sollten noch Fragen offen bleiben, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.

Übersicht aller Fragen

Für die Neuverlegung, Umlegung oder sonstige Änderung ist der WBV zuständig. Der Grundeigentümer muss hierfür an den WBV einen Antrag stellen (Formulare können hier als PDF-Datei heruntergeladen werden).


Der Härtegrad unseres Trinkwassers liegt bei 14.

Was bedeutet der Härtegrad:
Einstufung °dH

  • 1 (weich) bis 7,3
  • 2 (mittel) 7,3 bis 14
  • 3 (hart) 14 bis 21,3
  • 4 (sehr hart) über 21,3

Weiches Wasser ist günstiger für alle Anwendungen, bei denen das Wasser erhitzt wird, zum Waschen, zum Gießen von Zimmerpflanzen etc. Nachteilig sind jedoch die starke Schaumbildung bei Waschmitteln und die schlechte Entfernbarkeit von Seife z. B. beim Händewaschen. Weiches Wasser steht in Kristallin-Regionen mit Granit, Gneis und Basalt-Gesteinen zur Verfügung. Auch Regenwasser ist weich.

Hartes Wasser führt zur Verkalkung von Haushaltsgeräten, erhöht den Verbrauch von Spül- und Waschmitteln, beeinträchtigt oder fördert, je nach dem Maß der Härte, den Geschmack und das Aussehen empfindlicher Speisen und Getränke (z. B. Tee). Hartes Wasser kommt aus Regionen, in denen Sand- und Kalkgesteine vorherrschen.

Der Geschiebemergel oder Till ist das Sediment, das direkt vom Gletscher an seiner Basis abgelagert wird. Er ist das typische Sediment der Grundmoräne. Aus dem Geschiebemergel/Geschiebelehm entstehen im Allgemeinen Braunerden, Lessivés oder verwandte Böden. Sie sind meist fruchtbar und für die Landwirtschaft wertvoll. Deshalb werden die meisten Grundmoränenflächen in Mitteleuropa heute als Acker genutzt.

Die Trinkwasserverordnung (Abk. TrinkwV 2001) wurde in Deutschland  zuletzt am 20. Juni 2023, BGBl . 2023 Nr 159 S.2 novelliert.
Beide Trinkwasserverordnungen stellen eine Umsetzung der EG-Richtlinie 83/98 (CELEX Nr: 398L0083) „über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ (98/83/EG) in nationales Recht dar.

In § 1 der dt. TrinkwV heißt es konkretisierend: „Zweck der Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von Wasser ergeben, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit […] zu schützen.“
Quelle: Wikipedia

Der Hausanschluss wird vom Bauherrn beantragt. Die Unterlagen dafür erhalten Sie im Büro des Wasserbeschaffungsverbandes Mittelangeln (Spenting 10, 24405 Mohrkirch) oder auf der Internetseite des Verbandes (www.wbv-mittelangeln.de). Auf Wunsch werden Sie Ihnen auch zugeschickt. Bitte bedenken Sie, dass die Herstellung und Inbetriebnahme des Anschlusses auch von den jeweiligen Versorgungsmöglichkeiten abhängt. Mit unterschiedlichen Ausführungszeiten ist daher zu rechnen. Ersparen Sie sich und Ihrem Wasserbeschaffungsverband unnötigen Terminärger und stellen Sie den Antrag so rechtzeitig wie möglich.

Die Anlage des Abnehmers beginnt gleich nach der Übergabestelle der Anschlussleitung, das heißt in der Regel nach dem Ausgangsventil hinter der Wasseruhr. Ab diesem Punkt trägt der Hauseigentümer, nicht der Besitzer oder Mieter, für den WBV die volle Verantwortung.

To top